0
Sie haben keine Spender ausgewählt.
Ihr Weg zum Wunschkind
Die Berliner Samenbank GmbH (BSB) unterstützt sowohl heterosexuelle als auch lesbische Paare und alleinstehende Frauen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches. Fordern Sie dazu einfach unsere Unterlagen per E-Mail an oder erstellen Sie online Ihre persönliche Spender-Vorauswahl!

1. Spendervorauswahl erstellen

Es steht Ihnen frei, Ihre Spendervorauswahl online selbst zu erstellen oder aber Spendervorschläge durch uns zu erhalten, bei denen wir einen Fotoabgleich berücksichtigen können. Entscheiden Sie sich für eines der beiden folgenden Modelle und wir stehen Ihnen zur Seite!

2. Verfügbarkeit prüfen

Da nicht zu jeder Zeit Proben aller Spender bereitgestellt werden können, ist es notwendig, die aktuelle Verfügbarkeit durch das Team prüfen zu lassen. Proben, die nicht verfügbar sind, können entweder durch andere Empfänger reserviert worden sein oder aber noch in Quarantäne befindlich sein. Ihre Vorauswahl enthält Angaben zum Phänotyp der Spender sowie zu deren Berufen. Sollten Sie erweiterte Angaben in Form einer charakterlichen Selbsteinschätzung wünschen, ist diese von den meisten unserer Spender erhältlich. Zusätzlich ist es möglich, Fotos einiger unserer Spender vor Ort in der BSB einzusehen.

3. Passenden Spender auswählen

Sobald Sie Ihre Auswahl getroffen haben, senden Sie uns das ausgefüllte und unterzeichnete Formular zu. Gerne kann dies vorab per E-Mail geschehen, wir benötigen jedoch in jedem Fall auch das original unterzeichnete Dokument.

4. Bezahlung auslösen

Nachdem Ihre Auswahl bei uns eingegangen ist, werden wir Ihre Proben bereithalten und Ihnen die zugehörige Rechnung zusenden. Sobald diese beglichen wurde oder ein Überweisungsbeleg eingegangen ist, werden wir den Versand mit Ihrem Kinderwunschzentrum abstimmen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Proben idealerweise bereits vor Beginn einer hormonellen Stimulation im Kinderwunschzentrum eingetroffen sein sollten.

5. Behandlung im Kinderwunschzentrum beginnen

Die Proben werden solange in Ihrem Kinderwunschzentrum weitergelagert bis sie am Tag der Behandlung durch das dortige Labortteam aufgetaut und aufbereitet werden. Dabei wird sichergestellt, dass Sie eine optimale Probenqualität erhalten.

Anfrage per E-Mail

Was wir benötigen, um Ihnen eine persönliche und unverbindliche Vorauswahl passender Spender zukommen zu lassen:

Ausgefüllte Stammdatentabelle (im Infomaterial enthalten)
Fotos von Personen, an deren Gesichtszügen wir uns bei der Vorauswahl orientieren sollen
CMV-Immunstatus der Empfängerin; sollte bei lesbischen Paaren eine spätere Schwangerschaft der Partnerin mit demselben Spender gewünscht sein, ist es ratsam, den CMV-Immunstatus der Partnerin gleich mitbestimmen zu lassen

Ich bin Spender, weil…

Welche Kosten enstehen?

Kosten fallen erst dann an, wenn Sie sich für einen unserer Spender entscheiden. Die Vorauswahl ist kostenfrei und unverbindlich. Die Kosten setzen sich aus einem einmalig zu zahlenden Basispreis sowie den Kosten für Samenproben und Versendung wie folgt zusammen:

Grundgebühr 2150 €
Je Samenprobe 250 €
Versandgebühr innerhalb Deutschlands 250 €
Versandgebühr innerhalb Berlins 150 €
Erweiterte Spenderprofile á 3 Spender (charakterliche Selbsteinschätzung etc.) 150 €
Folgegrundgebühr
fällt an, wenn mehr als 10 Samenproben in Anspruch genommen wurden oder wenn seit der ersten Insemination mehr als 2 Jahre vergangen sind oder wenn eine Behandlung für ein Geschwisterkind gewünscht wird
1000 €
Reservierung von 5 Samenproben für 6 Monate 300 €
Überarbeitete Spendervorauswahlliste (innerhalb eines Jahres) 100 €
Grundgebühr bei IVF- / ICSI-Behandlung 1000 €
Heterozygoten-Screening 900 €

Alle Preise verstehen sich inkl. Mehrwertsteuer.

Fragen und Antworten

  • Keimzellen unterliegen seit 2007 dem Arzneimittelgesetz (AMG) und müssen entsprechend streng gewonnen und verarbeitet werden. Die BSB besitzt eine Herstellungserlaubnis nach § 20b und c AMG. Dies garantiert, dass Ihnen Samenzellen von höchster Qualität und medizinischer Sicherheit zur Verfügung gestellt werden. Mit der Gewinnung und Verarbeitung der Samenzellen sind dementsprechend hohe Kosten verbunden.

    Die Grundgebühr sichert die Existenz der BSB. Würden wir nur mit dem Preis der Samenproben sowie der Versandgebühr rechnen, wäre lediglich die Infektionsuntersuchung des Spenders sowie seine Aufwandsentschädigung abgedeckt. Die Grundgebühr ist somit eine Umlage auf alle Empfänger, die die Arbeit der BSB überhaupt erst ermöglicht.

  • Prinzipiell sind nur 8% aller Männer geeignet, um Spender zu werden. Unsere Spender sind zwischen 20 und 38 Jahren alt und stammen aus verschiedenen sozialen Schichten und Berufsgruppen. Es handelt sich um gesunde junge Männer mit einer sehr guten Spermienqualität sowie einem normalen männlichen Chromosomensatz. Die Spender werden erst dann ins Programm aufgenommen, wenn überprüft wurde, dass ihre Samenqualität optimal ist, sie infektionsfrei sowie gesund sind und ein ausführliches Vertragsgespräch inkl. Untersuchung ergeben hat, dass sie als Spender geeignet sind. Während ihrer Spendetätigkeit kommen die Männer über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren ein- bis zweimal wöchentlich zur Probengewinnung in der Samenbank vorbei, sodass wir sie während dieses Zeitraumes gut kennenlernen. Mit jeder Abgabe ist ein persönliches Gespräch vor Ort verbunden, sodass wir Ihnen als Team genau beschreiben können, wie wir den Samenspender als Persönlichkeit wahrnehmen. Die Motivationen zur Samenspende bewegen sich zwischen rein finanziellen und rein altruistischen Beweggründen, wobei die meisten Spender angeben, dass ihre Motivation eine Kombination aus Hilfsbereitschaft bei unerfülltem Kinderwunsch und der Freude über die Aufwandsentschädigung ist. Viele der Samenspender sind bereits selbst im Privatleben Vater, sodass sie den Kinderwunsch sehr gut nachvollziehen können.

  • Seit dem 01.07.2018 schützt das Samenspenderregistergesetz (SaRegG) alle Beteiligten und schafft Rechtssicherheit. So kann der Samenspender nicht mehr als rechtlicher Vater festgestellt werden (§ 1600d BGB) und ist daher von Sorge-, Unterhalts- und Erbansprüchen freigestellt. Insbesondere wird jedoch das Recht der Kinder auf Kenntnis der eigenen Abstammung durch das SaRegG umgesetzt. Menschen, die durch Samenspende im Rahmen einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung entstanden sind, haben künftig für 110 Jahre die Möglichkeit, die Spenderdaten bei einem zentralen, staatlich verwalteten Register einzuholen. Dieses zentrale Register wird vom DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) geführt.

  • Infektionen mit dem Cytomegalie-Virus (CMV) sind weltweit verbreitet und sehr häufig. Eine Übertragung erfolgt über den Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten (Speichel, Urin, Tränenflüssigkeit, Vaginalsekret, Samenflüssigkeit, Brustmilch). In den westlichen Industrieländern infizieren sich mehr als die Hälfte aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens.

    Meist verläuft die Infektion harmlos und wird nicht bemerkt, nur der Nachweis von Antikörpern gegen das CMV (Serostatus positiv) weist dann auf eine durchgemachte Infektion hin. 
Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und für das ungeborene Kind können die Infektionen jedoch schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen. Infiziert sich eine werdende Mutter erstmalig kurz vor oder während der Schwangerschaft – die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt in Zentraleuropa bei 0,5-1% – kann das Virus im Mutterleib auf den Fötus übertragen werden (vertikale Transmission; intrauterin/plazental). Meistens kommt es nicht zur Infektion des Fötus und die Babys kommen gesund zur Welt. In seltenen Fällen kann eine Infektion aber zur Frühgeburtlichkeit oder angeborenen Fehlbildungen führen (kongenitale Cytomegalie). Entwicklungsverzögerungen sowie Hör- und Sehstörungen sind die häufigsten Folgen. Das Risiko einer kongenitalen Cytomegalie besteht also vor allem dann, wenn die Mutter noch keinen Kontakt mit dem Virus hatte (Serostatus negativ), darüber kann ein Bluttest der werdenden Mutter Auskunft geben (Nachweis von CMV-IgG/IgM).

    Um das Risiko einer potentiellen Erstinfektion über die Spende für Empfängerinnen mit negativem CMV-Serostatus auszuschließen, sieht die Berliner Samenbank die Verwendung von Spendern mit ebenfalls CMV negativem Serostatus vor. Es bleibt jedoch zu beachten, dass der wichtigste Risikofaktor für eine mütterliche Erstinfektion der enge Kontakt zu Kleinkindern bis 3 Jahren ist. Gibt es bei der Empfängerin Hinweise für eine zuvor durchgemachte Infektion (Serostatus positiv), ist der Fötus durch die mütterliche Immunabwehr geschützt. In diesem Fall steht der werdenden Mutter jeder Spender zur Verfügung.

  • Zu einer Blutgruppen- oder Rhesusunverträglichkeit während der Schwangerschaft kann es kommen, wenn die Blutgruppe bzw. der Rhesusfaktor von Mutter und Kind nicht zueinander passen. Die schwerwiegendsten Folgen können entstehen, wenn eine Rhesus-negative Frau ein Rhesus-positives Kind erwartet. Dazu kann es kommen, wenn der Partner Rhesus-positiv ist und das gemeinsame Kind den Erbregeln folgend auch Rhesus-positiv geworden ist.
    Mit den entsprechenden prophylaktischen Maßnahmen während der Schwangerschaft können Komplikationen heutzutage jedoch erfolgreich vermieden werden.

  • Um Kindern, die durch Samenspende entstanden sind, die Möglichkeit zu geben, mehr über ihre biologischen Wurzeln zu erfahren, möchte die Berliner Samenbank GmbH die online- Genealogie-Plattform MyHeritage (www.MyHeritage.com) nutzen, sodass ein Ethnizitätsprofil der jeweiligen Spender erstellt werden kann.

  • Mittels des Heterozygoten-Screenings kann überprüft werden, ob die Kombination von Frau und Wunschspender („Matching“) im Hinblick auf die untersuchten Gene gesunde Kinder hervorbringen würde. Dieser Diagnostik liegt das sogenannte „Kingsmore Panel“ zu Grunde. Hierbei werden 435 Gene untersucht, deren Mutationen ursächlich für 448 rezessiv vererbbare Erkrankungen sind. Sollte die Empfängerin der Samenproben ein solches „Matching“ durchführen lassen wollen, benötigen wir eine Blutprobe von der Empfängerin, um in einem Speziallabor Ihr individuelles „Genprofil“ erzeugen zu können. Dieses wird anschließend mit den Genprofilen der Wunschspender abgeglichen, sodass derjenige Spender ausgewählt werden kann, der bzgl. der getesteten Mutationen keine Übereinstimmung zeigt.

    Die Gene (Erbanlagen) des Menschen sind auf den sogenannten Chromosomen lokalisiert. Der Mensch besitzt normalerweise 46 Chromosomen, bestehend aus 2 Geschlechtschromosomen (XX bei der Frau und XY beim Mann) sowie 22 paarigen Autosomen (doppelter Chromosomensatz). Da jeweils ein Chromosomensatz mütterlicherseits und der andere väterlicherseits vererbt wird, existieren von jedem Gen zwei Kopien (Allele). Sind diese unterschiedlicher Ausprägung, wird dies als Heterozygotie bezeichnet.
    Ist eines der Allele defekt oder fehlt es, kann dies häufig kompensiert werden, indem das intakte Allel auf dem anderen Chromosom die Funktion allein übernimmt. Jeder Mensch trägt durchschnittlich drei solcher defekten Gene in sich. (Ref. Bell et al., Sci Transl Med. 3:65; 2011 https://www.mgz-muenchen.de/schwere-rezessive-erkrankungen.html) Ist nur eines der Allele betroffen (heterozygote Trägerschaft), hat dies meist keine gesundheitlichen Konsequenzen für den Menschen selbst. Vererbt jedoch ein heterozygotes Trägerpaar zufällig das gleiche defekte Allel an seine Nachkommen weiter, kann es bei diesen zu sogenannten „autosomal-rezessiv vererbten Erkrankungen“ kommen.
    Bei der Befruchtung können 4 Varianten der Chromosomenverteilung vorkommen, die dadurch entstehen, dass durch die Eizelle und die Samenzelle jeweils nur ein Chromosomensatz weitergegeben wird:

    1) Enthält der weitergegebene Chromosomensatz (z.B. im Spermium) keinen Defekt, der Chromosomensatz der anderen Geschlechtszelle (z.B. der Eizelle) auch nicht, entsteht ein Organismus ohne Gendefekt (an dieser Stelle).

    1) Enthält der weitergegebene Chromosomensatz (z.B. im Spermium) einen Defekt, der Chromosomensatz der anderen Geschlechtszelle (z.B. der Eizelle) aber nicht, wird der Defekt ausgeglichen. Der entstehende Organismus ist dann lediglich Träger des Defektes ohne selbst erkrankt zu sein.

    2) Enthält der weitergegebene Chromosomensatz (z.B. im Spermium) keinen Defekt, der Chromosomensatz der anderen Geschlechtszelle (z.B. der Eizelle) aber, wird der Defekt ausgeglichen. Der entstehende Organismus ist dann lediglich Träger des Defektes ohne selbst erkrankt zu sein.

    3) Enthält der weitergegebene Chromosomensatz (z.B. im Spermium) einen Defekt, der Chromosomensatz der anderen Geschlechtszelle (z.B. der Eizelle) ebenfalls, und an der gleichen Stelle des korrespondierenden Chromosoms, wirkt sich der Gendefekt aus. Eine entsprechende Erkrankung kann auftreten.

    Es ist zu berücksichtigen, dass

    • Sie im „normalen Leben“ ein viel größeres Risiko eingehen, da Sie in der Regel vor den Geschlechtsverkehr kein Genprofil Ihres Partners erstellen lassen
    • durch Ihre eigene Untersuchung Ergebnisse gefunden werden können, deren Bedeutung mehr oder weniger gravierende Folgen für Sie selbst ergeben können
    • Sie durch solche Befunde in – u. U. unnötige – Sorgen und Krankheitsängste geraten können, welche Ihnen auch durch die Beratung bei einem, spätestens dann hinzugezogenen Genetiker, nicht genommen werden können
    • Sie auch von Ihrem „Recht auf Nichtwissen“ Gebrauch machen können, d.h. Sie können das Heterozygoten-Screening zwecks „Matching“ durchführen lassen, ohne dabei Ihr konkretes Ergebnis zu erfahren
    • die Beratung durch einen Humangenetiker empfehlenswert ist, da manche Ergebnisse weiterer Aufklärung bedürfen

Berliner Samenbank GmbH
Friedrichstr. 152
10117 Berlin

Tel  +49 (0)30 – 301 88 83
Fax +49 (0)30 – 30 61 23 48
Mail info@berliner-samenbank.de

Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag 9:00 – 18:00
Freitag 9:00 – 15:00