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Ihr Weg zum Wunschkind

Die Berliner Samenbank GmbH (BSB) unterstützt sowohl heterosexuelle als auch lesbische Paare und alleinstehende Frauen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches. Fordern Sie dazu einfach unsere Unterlagen per E-Mail an oder erstellen Sie online Ihre persönliche Spender-Vorauswahl!

1. Spendervorauswahl erstellen

Es steht Ihnen frei, Ihre Spendervorauswahl online selbst zu erstellen oder aber Spendervorschläge durch uns zu erhalten, bei denen wir einen Fotoabgleich berücksichtigen können. Entscheiden Sie sich für eines der beiden folgenden Modelle und wir stehen Ihnen zur Seite!

Was bewegt unsere Samenspender?

Lesen Sie hier die schönsten Zitate aus unserer Befragung.

Spendersuche

Die Auswahl kann durch den CMV-Status der Empfängerin sowie durch deren Familienstand eingeschränkt sein, da CMV-negative Empfängerinnen Samenproben CMV-negativer Spender verwenden sollten sowie nicht alle Spender der Verwendung ihrer Samenproben für alle Empfängerkonstellationen zugestimmt haben.

2. Verfügbarkeit prüfen

Da nicht zu jeder Zeit Proben aller Spender bereitgestellt werden können, ist es notwendig, die aktuelle Verfügbarkeit durch das Team prüfen zu lassen. Proben, die nicht verfügbar sind, können entweder durch andere Empfänger reserviert worden sein oder aber noch in Quarantäne befindlich sein. Die von uns erstellte Vorauswahl enthält Angaben zum Phänotyp der Spender sowie zu deren Interessen und Berufen. Sollten Sie erweiterte Angaben in Form einer charakterlichen Selbsteinschätzung wünschen, ist diese von den meisten unserer Spender erhältlich. Zusätzlich ist es möglich, Fotos einiger unserer Spender vor Ort in der BSB einzusehen.

3. Passenden Spender auswählen

Sobald Sie Ihre Auswahl getroffen haben, senden Sie uns das ausgefüllte und unterzeichnete Formular zu. Gerne kann dies vorab per E-Mail geschehen, wir benötigen jedoch in jedem Fall auch das original unterzeichnete Dokument.

4. Bezahlung auslösen

Nachdem Ihre Auswahl bei uns eingegangen ist, werden wir Ihre Proben bereithalten und Ihnen die zugehörige Rechnung zusenden. Sobald diese beglichen wurde oder ein Überweisungsbeleg eingegangen ist, werden wir den Versand mit Ihrem Kinderwunschzentrum abstimmen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Proben idealerweise bereits vor Beginn einer hormonellen Stimulation im Kinderwunschzentrum eingetroffen sein sollten.

5. Behandlung im Kinderwunschzentrum beginnen

Die Proben werden solange in Ihrem Kinderwunschzentrum weitergelagert bis sie am Tag der Behandlung durch das dortige Labortteam aufgetaut und aufbereitet werden. Dabei wird sichergestellt, dass Sie eine optimale Probenqualität erhalten.

Anfrage per E-Mail

Was wir benötigen, um Ihnen eine persönliche und unverbindliche Vorauswahl passender Spender zukommen zu lassen:

Welche Kosten entstehen?

Kosten fallen erst dann an, wenn Sie sich für einen unserer Spender entscheiden. Die Vorauswahl ist kostenfrei und unverbindlich. Die Kosten setzen sich aus einem einmalig zu zahlenden Basispreis sowie den Kosten für Samenproben und Versendung wie folgt zusammen:

Bruttopreise Bruttopreise bis zum 31.12.2020
Grundgebühr für Inseminationen
gültig für den Bezug von 10 Samenproben ODER für 2 Jahre
2150 € 2095,80 €
Je Samenprobe 250 € 243,70 €
Versandgebühr innerhalb Deutschlands 250 € 243,70 €
Versandgebühr innerhalb Berlins 150 € 146,22 €
Erweitertes Spenderprofil je Spender (Selbsteinschätzung, Motivation etc.) 50 € 48,74 €
Folgegrundgebühr
nach Ablauf der ersten Grundgebühr oder wenn eine Behandlung
für ein Geschwisterkind gewünscht wird
1000 € 974,79 €
Reservierung von 5 Samenproben für 6 Monate 300 € 292,44 €
Überarbeitete Spendervorauswahlliste (innerhalb eines Jahres) 100 € 97,48 €
Grundgebühr für IVF- / ICSI-Behandlungen
gültig für den Bezug von 5 Samenproben ODER für 2 Jahre
1000 € 974,79 €
Heterozygoten-Screening 900 € 877,31 €

Alle Preise verstehen sich inkl. Mehrwertsteuer.

Fragen und Antworten

  • Keimzellen unterliegen seit 2007 dem Arzneimittelgesetz (AMG) und müssen entsprechend streng gewonnen und verarbeitet werden. Die BSB besitzt eine Herstellungserlaubnis nach § 20b und c AMG. Dies garantiert, dass Ihnen Samenzellen von höchster Qualität und medizinischer Sicherheit zur Verfügung gestellt werden. Mit der Gewinnung und Verarbeitung der Samenzellen sind dementsprechend hohe Kosten verbunden.

    Die Grundgebühr sichert die Existenz der BSB. Würden wir nur mit dem Preis der Samenproben sowie der Versandgebühr rechnen, wäre lediglich die Infektionsuntersuchung des Spenders sowie seine Aufwandsentschädigung abgedeckt. Die Grundgebühr ist somit eine Umlage auf alle Empfänger, die die Arbeit der BSB überhaupt erst ermöglicht.

  • Prinzipiell sind nur 8% aller Männer geeignet, um Spender zu werden. Unsere Spender sind zwischen 20 und 38 Jahren alt und stammen aus verschiedenen sozialen Schichten und Berufsgruppen. Es handelt sich um gesunde junge Männer mit einer sehr guten Spermienqualität sowie einem normalen männlichen Chromosomensatz. Die Spender werden erst dann ins Programm aufgenommen, wenn überprüft wurde, dass ihre Samenqualität optimal ist, sie infektionsfrei sowie gesund sind und ein ausführliches Vertragsgespräch inkl. Untersuchung ergeben hat, dass sie als Spender geeignet sind. Während ihrer Spendetätigkeit kommen die Männer über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren ein- bis zweimal wöchentlich zur Probengewinnung in der Samenbank vorbei, sodass wir sie während dieses Zeitraumes gut kennenlernen. Mit jeder Abgabe ist ein persönliches Gespräch vor Ort verbunden, sodass wir Ihnen als Team genau beschreiben können, wie wir den Samenspender als Persönlichkeit wahrnehmen. Die Motivationen zur Samenspende bewegen sich zwischen rein finanziellen und rein altruistischen Beweggründen, wobei die meisten Spender angeben, dass ihre Motivation eine Kombination aus Hilfsbereitschaft bei unerfülltem Kinderwunsch und der Freude über die Aufwandsentschädigung ist. Viele der Samenspender sind bereits selbst im Privatleben Vater, sodass sie den Kinderwunsch sehr gut nachvollziehen können.

  • In einer ersten unverbindlichen und kostenlosen Auswahlliste erhalten Sie Informationen über die äußerlichen Merkmale des Spenders, seine Statur, seinen Beruf und seine Hobbys.

    Wünschen Sie erweiterte Angaben der Spender, erhalten Sie eine charakterliche Selbsteinschätzung des jeweiligen Spenders, Angaben zu Werten und Zielen in seinem Leben, zu Personen, die ihn geprägt haben, zum Verhältnis zur Herkunftsfamilie, Informationen über seine Motivation zur Samenspende sowie eine Nachricht an potenzielle Spenderkinder und darüber, was ihn „besonders“ macht. Die erweiterten Informationen stellen wir Ihnen mit 50€ pro Spenderprofil in Rechnung.

    Von einigen Spendern ist es möglich, Kinderfotos vor Ort in der Samenbank einzusehen bzw. von wenigen Spendern eine Geruchsprobe zu nehmen.

    Sollten Fragen Ihrerseits offen geblieben sein, beantworten die Spender in der Regel Zusatzfragen schnell und ausführlich.

    Alle Spender besitzen eine unauffällige Familienanamnese bis zu Verwandtschaft 3. Grades bzgl. rheumatischer Erkrankungen, schwerer Allergien, erblicher Muskelerkrankungen, Geisteskrankheiten und Entwicklungsstörungen.

  • Seit dem 01.07.2018 schützt das Samenspenderregistergesetz (SaRegG) alle Beteiligten und schafft Rechtssicherheit. So kann der Samenspender nicht mehr als rechtlicher Vater festgestellt werden (§ 1600d BGB) und ist daher von Sorge-, Unterhalts- und Erbansprüchen freigestellt. Insbesondere wird jedoch das Recht der Kinder auf Kenntnis der eigenen Abstammung durch das SaRegG umgesetzt. Menschen, die durch Samenspende im Rahmen einer ärztlich unterstützten künstlichen Befruchtung entstanden sind, haben künftig für 110 Jahre die Möglichkeit, die Spenderdaten bei einem zentralen, staatlich verwalteten Register einzuholen. Dieses zentrale Register wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführt.

    Flussgrafik Weg der Spendersamen

  • Das humane Cytomegalie-Virus (CMV; Familie der humanen Herpesviren) ist weltweit verbreitet und gilt als der häufigste Erreger von angeborenen Virusinfektionen.

    In den westlichen Industrieländern durchlaufen mehr als die Hälfte aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens unbemerkt eine CMV-Infektion. Wie alle Herpesviren kann es in Körperzellen persistieren und in seltenen Ausnahmefällen reaktiviert werden. Während eine CMV-Infektion bei Personen mit gesundem Immunsystem symptomfrei und harmlos verläuft, können für immungeschwächte Personen sowie Föten gesundheitliche Folgen entstehen. Infiziert sich eine werdende Mutter erstmalig während der Schwangerschaft – die Wahrscheinlichkeit wird in Zentraleuropa auf 0,5-1% geschätzt – kann das Virus im Mutterleib auf den Fötus übertragen werden. Meistens kommt es nicht zur Infektion des Fötus und die Babys kommen gesund zur Welt. In seltenen Fällen kann eine Infektion aber zur Frühgeburtlichkeit oder Wachstumsverzögerungen sowie Hör- und Sehstörungen führen. Das Risiko ist dann erhöht, wenn die Mutter noch keinen Kontakt mit dem Virus hatte (negativer CMV-Immunstatus, d.h. kein Schutz des Föten durch die mütterliche Immunabwehr). Über den CMV-Immunstatus der werdenden Mutter kann ein Bluttest Auskunft geben.

    Eine Übertragung erfolgt über den Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten (Speichel, Urin, Tränenflüssigkeit, Vaginalsekret, Samenflüssigkeit, Brustmilch). Insbesondere Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr können nach postnataler CMV-Infektion große Virusmengen ausscheiden.
    Um das Risiko einer potentiellen Erstinfektion über die Spende für Empfängerinnen weitestgehend auszuschließen, untersucht die Berliner Samenbank das Blut der Spender regelmäßigen hinsichtlich des Auftretens von IgM-Antikörpern. Bei daraus erkennbaren Hinweisen auf eine CMV-Neuinfektion des Spenders oder einer CMV-Reaktivierung werden die Proben bis zur Genesung des Spenders verworfen. So stehen den Empfängerinnen mit negativem CMV-Immunstatus neben den CMV-negativen auch die CMV-positiven Spender nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zur Verfügung.

  • Die Blutgruppe- und der Rhesusfaktor spielen bei der Wahl des Spenders heute keine Rolle mehr. Sollte während der Schwangerschaft eine Blutgruppen- oder Rhesusunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind entstehen (z.B. wenn eine Rhesus-negative Mutter nach Kontakt mit Rhesus-positivem Blut Antikörper gegen ein Rhesus-positives Kind bildet), so kann diese heutzutage erfolgreich mit entsprechenden Vorsorgemaßnahmen während der Schwangerschaft behandelt und Komplikationen vermieden werden.

  • Um Kindern, die durch Samenspende entstanden sind, die Möglichkeit zu geben, mehr über ihre biologischen Wurzeln zu erfahren, möchte die Berliner Samenbank GmbH die online- Genealogie-Plattform MyHeritage (www.MyHeritage.com) nutzen, sodass ein Ethnizitätsprofil der jeweiligen Spender erstellt werden kann.

  • Optional können die Genprofile von Wunschspender und Empfängerin verglichen werden („Matching“), um so das Risiko für das Auftreten von bestimmten Erbkrankheiten ermitteln zu können. Für ein Genprofil werden simultan 298 Gene hinsichtlich der Mutationen analysiert, die für die häufigsten rezessiv vererbten Erkrankungen verantwortlich sind.

    (bioarray.es/CARRIER-SCREENING-PANEL.pdf)

    Für ein „Matching“ benötigen wir lediglich eine Blutprobe von der Empfängerin.

    Es ist zu berücksichtigen, dass

    • Sie im „normalen Leben“ in der Regel mit Ihrem Partner kein Genprofil-„Matching“ durchführen lassen
    • die Ergebnisse des „Matchings“ im Rahmen einer humangenetischen Beratung übermittelt werden müssen
  • Im Rahmen der Spendersamenbehandlung können genetische Zufallsbefunde beim Spender auftreten. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Spenderkinder mit genetischen Erkrankungen geboren werden. Unter diesen Umständen ist es möglich, dass Spenderkinder, die mit Hilfe desselben Spenders entstanden sind, ebenfalls Träger einer erblichen Erkrankung sein können. Zu den Grundprinzipien des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) gehört das Recht jedes Einzelnen auf informationelle Selbstbestimmung. Dazu zählt einerseits das Recht, die eigenen genetischen Befunde zu kennen (Recht auf Wissen) andererseits das Recht, diese nicht zu kennen (Recht auf Nichtwissen), § 9 GenDG. Betroffene Familien können also im Vorfeld selbst entscheiden, ob sie über einen genetischen Zufallsbefund informiert werden möchten oder nicht. Sowohl das Recht auf Wissen als auch das Recht auf Nichtwissen bergen Chancen und Risiken, die jede Familie für sich selbst abwägen muss. Gegebenenfalls sollte eine humangenetische Beratung in Anspruch genommen werden. Es ist nicht möglich, Trägerschaften für genetische Erkrankungen bei Spendern komplett auszuschließen, da alle Menschen statistisch gesehen 10 bis 20 Trägerschaften für autosomal rezessiv vererbbare Erkrankungen aufweisen.

Berliner Samenbank GmbH
Friedrichstr. 152
10117 Berlin

Tel  +49 (0)30 – 301 88 83
Fax +49 (0)30 – 30 61 23 48
Mail info@berliner-samenbank.de

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 8:00 – 17:00 Uhr
Freitag 8:00 – 15:00 Uhr
(Termine nur nach Absprache)