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Kryobank
Die Kryobank der Berliner Samenbank


Eis als Zeitkapsel:
Kryo-Konservierung von menschlichen Spermien und (vorbefruchteten) Eizellen


Die Berliner Samenbank konserviert und lagert

Pfeilbefruchtete Eizellen
PfeilSpermien
PfeilHodengewebe
PfeilEierstockgewebe
PfeilEizellen


Befruchtete Eizellen
(so genannte Vorembryonen oder PN Stadien)

Im Rahmen moderner reproduktionsmedizinischer Behandlungen (IVF, ICSI, TESE) fallen sehr häufig Eizellen an, die (eigentlich: vor-) befruchtet sind und für spätere Therapien im so genannten Kryozyklus verwendet werden können. Dadurch können Behandlungsaufwand, -risiken und -kosten vermieden werden.

Es kann auch im Rahmen der IVF-Therapie dazu kommen, dass ein erhebliches Überstimulationssyndrom (OHSS) zu befürchten ist. Dieses Risiko verstärkt sich gerade auch nach dem Embryotransfer. In einem solchen Fall kann es dringend angezeigt sein, die befruchteten Eizellen - oder aber die inzwischen entstandenen Embryonen - einzufrieren.

Die Lagerungszeit ohne Qualitätseinbuße beträgt viele Jahre.

Schwangerschaftschancen nach dem Auftauen: sehr gut

 

Kooperationspartner:
Link extern Praxis für Fertilität

 
Lagerungshalme Lagerungshalme mit Verschlusskugeln
Eizellen-straws im Stickstoffbad Eizellen straws im Stickstoffbad, kurz vor dem Einsortieren in Spezialfach
Speziallagerungssystem für Eizellen beim Einsetzen in den Lagerungstank Speziallagerungssystem für Eizellen beim Einsetzen in den Lagerungstank

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Spermien

Vor Vasektomie

So ein Mann sich für eine sog. Vasektomie entscheidet, also durch einen operativen Verschluß der Samenwege erreichen will, dass keine Schwangerschaft (mehr) eintritt, kann er Vorsorge treffen, dass seine Fruchtbarkeit, zumindest in Form von konservierten Spermien, erhalten bleibt.

Vor Krebstherapie

Ist beim Mann eine Krebserkrankung aufgetreten, können Spermien gelagert werden, um die Erfüllung eines späteren Kinderwunsches zu ermöglichen.

So bereits eine Spermienproduktion vorhanden ist, ist die Abgabe und Kryokonservierung unproblematisch. Der Einsatz der Spermien führt ja - ähnlich dem Vorgehen bei Spendersamen - zu normalen Schwangerschaftsraten.

Lediglich im Falle, dass nur eine begrenzte Probenanzahl oder eine geringe „Grundqualität“ vorliegt, sollte später die Befruchtung der Eizellen der Partnerin nicht per Samenübertragung (Insemination) erfolgen, sondern per IVF oder ICSI.

 

Hodengewebe

Bei Azoospermie

Ist beim Mann eine Azoospermie festgestellt worden, können oft direkt aus dem Hodengewebe Spermien gewonnen werden (TESE- TEstikuläre-Spermien-Extraktion).

Die Operation des Mannes wird heute meist zeitlich vor der entsprechenden Hormonbehandlung mit anschließender IVF/ICSI bei der Frau durchgeführt. Denn erst, wenn sicher ist, dass Samenzellen zur Verfügung stehen, soll mit der nicht risikolosen/teuren Therapie begonnen werden.

Vor Krebstherapie

Sollte beim Mann eine Krebserkrankung festgestellt werden und wird ein späterer Kinderwunsch nicht ausgeschlossen, kann Hodengewebe vor der Krebstherapie (Strahlentherapie, Chemotherapie) entnommen und für mehrere Jahre eingefroren werden.

Schwangerschaftschancen nach dem Auftauen: sehr gut (nur ICSI)

 

Kooperationspartner:
Dr. Andreeßen, Dr. Geiges, Krankenhäuser

 
Hodengewebe wird für das Einfrieren vorbereitet Hodengewebe wird für das Einfrieren vorbereitet
Einwirkung des Gefrierschutzmittels
Einwirkung des Gefrierschutzmittels, daneben sog. 'Minitübs'
'Minitübs' werden, eingespannt in einen Aluminiumhalter, in den Lagerungstank gegeben Die 'Minitübs' werden, eingespannt in einen Aluminiumhalter, in den Lagerungstank gegeben

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Eierstockgewebe

Sollte bei der Frau eine Krebserkrankung festgestellt werden, und wird ein späterer Kinderwunsch nicht ausgeschlossen, kann (meist per Laparoskopie/Bauchspiegelung) Eierstockgewebe vor der Krebstherapie (Strahlentherapie, Chemotherapie) entnommen und für mehrere Jahre eingefroren werden.

Schwangerschaftschancen nach dem Auftauen und Wiedereinsetzen in den Körper der Frau: heute noch sehr eingeschränkt

 

Kooperationspartner:
Link extern Praxis für Fertilität, Krankenhäuser

 

Das Eierstockgewebe wird in dünne Scheiben geschnitten Das Eierstockgewebe wird in dünne Scheiben geschnitten
Die Gewebescheiben kommen in sog. 'Minitübs' Die Gewebescheiben kommen in sog. 'Minitübs'

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(Unbefruchtete) Eizellen

Vor Krebstherapie

Sollte bei der Frau eine Krebserkrankung festgestellt werden und wird ein späterer Kinderwunsch nicht ausgeschlossen, können (meist per Laparoskopie oder vaginale Punktion) Eierstockgewebe vor der Krebstherapie (Strahlentherapie, Chemotherapie) entnommen und mehrere Jahre eingefroren werden.

Erfreulicherweise kann man heute durch ein Spezialverfahren (Vitrifikation) auch unbefruchtete Eizellen einfrieren, besonders dann, wenn es sich um eine Frau handelt, die zum Zeitpunkt der Gefrierkonservierung noch keinen festen Partner hat. Die Auftaurate liegt bei ca. 98 %. Das bedeutet, dass z. B. 5 Jahre nach der überstandenen Krebstherapie diese Eizellen aufgetaut werden können, um sie dann mit den Samenzellen des Partners (oder eines Spenders) zu befruchten.

Ist zum Zeitpunkt der Gefrierkonservierung ein Partner vorhanden, können auch (vor-) befruchtete Eizellen durch konventionelles "slow-freezing" eingefroren werden, jedoch ist die Auftaurate bedeutend schlechter als bei der Vitrifikation.

Als Fertilitätsreserve

interner LinkZum Thema Fertilitätsreserve, "social freezing"

 

Kooperationspartner:
Link extern Praxis für Fertilität, Krankenhäuser

 

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