Risiken der Vitrifikation


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Diese Methode wurde Mitte der 90-iger Jahre in die Reproduktionsmedizin eingeführt. Anfänglich und teilweise noch bis heute dauert die Skepsis, wonach die hohe Konzentration der Kryoprotektiva irreversible Zellschäden hervorrufen könnte. Um dieses Risiko zu reduzieren, werden Mittel sehr unterschiedlicher Molekülgröße oder Zusammensetzung verwendet, wodurch die Toxizität jedes einzelnen Mittels deutlich reduziert wird. Durch die sehr kurze Zeitdauer zwischen Zufügung der Mittel und der eigentlichen Vitrifikation bzw. zwischen der Wiedererwärmung und der kompletten Entfernung vor Weiterverwendung ist dafür verantwortlich, dass das Verfahren heutzutage extrem schnell an Bedeutung gewinnt.

Inzwischen gibt es mindestens zwei namhafte Eizellbanken weltweit: in Atlanta (Centre of Human Reproduction) und innerhalb der spanischen IVI- Kette. Am 22.-25. April 2010 wurde in Valencia, Spanien der erste Internationale Kongress zu „Controversies in Cryopreservation of Stem Cells, Reproductive Cells, tissue and Organs“ veranstaltet, an der auch Dr. Peet teilnahm. Die von verschiedenen international renomierten Arbeitsgruppen vorgelegten Ergebnisse, die zum Teil noch nicht publiziert sind, beweisen, dass die Vitrifikation kein größeres Gefährdungspotential aufweist als das „slow freezing“. Es gibt derzeit keine klinische Studie, die ein nachhaltiges Schädigungspotential (besonders hinsichtlich kindlicher Fehlbildungen) der Vitrifikation, oder auch des „slow freezing“ darstellt.
Die Zentren gehen inzwischen so weit, daß sie z.B. im Bereich der Eizellspendetherapie kaum noch frische Eizellen, sondern vielmehr vitrifizierte Eizellen der Spenderinnen verwenden.