Kosten


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Entsprechend den Richtlinien des Sozialgesetzbuches gehören Maßnahmen zur Kryokonservierung von Eizellen nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Gleiches gilt prinzipiell auch für privatkrankenversicherte Patienten. Daher muss davon ausgegangen werden, dass auch die Kosten der späteren künstlichen Befruchtung nicht von der Krankenkasse getragen werden.

Die entstehenden Kosten setzen sich aus folgenden Teilschritten zusammen:

  • Stimulationsmedikamente
  • Ultraschall(e)
  • Eizellenentnahme
  • Narkose
  • Laborleistung
  • Vitrifikation und Lagerung

Vorgehen

Im natürlichen Zyklus wächst nur ein Eibläschen (Follikel) heran. Um mehrere gleichzeitig gewinnen zu können, ist eine hormonelle Stimulation erforderlich. Durch Gabe von Hormonpräparaten über mehrere Tage, wird üblicherweise das Wachstum von 5-10-15 oder sogar 20 Follikeln erreicht. Allerdings ist diese Stimulation für die Frau nicht risikofrei. Bedenkt man, dass die Behandlung nicht aus vorliegenden medizinischen Gründen erfolgt, sondern um eine Sicherheitsreserve an Eizellen anzulegen, ist es nicht akzeptabel zu große Risiken einzugehen. Andererseits will “man“ in möglichst wenigen Behandlungszyklen eine akzeptable Eizellanzahl gewinnen können.

Unsere Aufgabe als Ärzte ist es mit Ihnen, das für Sie optimale, Vorgehen abzustimmen. Wir möchten, dass wir in möglichst wenigen Behandlungszyklen, eine ausreichende Anzahl reifer Eizellen, gewinnen können, um Ihren Aufwand und Ihre Kosten akzeptabel zu halten, per

1. „Mini-IVF“-Stimulation

Bei der sog. Mini-IVF erfolgt die Stimulation mit einer Kombination von Clomifentabletten und einigen Hormonspritzen (Menogon/ Gonal F oder Puregon). Dieses Vorgehen hat einige Vorteile:

  1. Die Kosten pro Zyklus sind etwas geringer,
  2. Es sind weniger Spritzen nötig,
  3. Überstimulationen kommen bei dieser Art des Vorgehen praktisch nicht vor.

Ein Nachteil jedoch, der sich ggf. dann später auf die Gesamtkosten auswirkt, ist, dass meist weniger Eizellen (6-8) gewonnen werden, was zahlenmäßig mehrere Behandlungen erforderlich macht. Auch ist auch nur zu 90% garantieren,  dass es nicht zu einem vorzeitigen Eisprung kommt. In dem Falle wäre der Zyklus ohne Eizellgewinnung beendet.

  • Medikamentenkosten: 250,- bis 500,-Euro

2. Konventionelle IVF- Stimulation

Es gibt verschiedene Stimulationsprotokolle in der IVF Therapie, die schließlich ebenso dazu dient, mehrere Eizellen gleichzeitig gewinnen zu können. Eines dieser Protokolle, welches für seine gute Kontrollierbarkeit und sein geringeres Überstimulationsrisiko bekannt ist, ist das sog. Antagonisten Protokoll. Dieses Vorgehen lässt üblicherweise eine gute Eizellanzahl (10-15) gewinnen, macht aber tägliche Injektionen erforderlich und ist teurer als die Mini- IVF. Anstelle der ersten 7 Injektionen lässt sich eine Depotinjektion anwenden, welche aber wiederum teurer ist.

  • Medikamentenkosten: 600,- bis 1.200,- Euro

Die Kosten für Ultraschalle, Hormonbestimmungen, Antikörperbestimmungen, Eizellentnahme, Narkose, Laborarbeit beläuft sich auf etwa 2.000,- bis 2.500,- Euro. Die Kosten der Vitrifikation (Einfrieren) betragen derzeit 535,50 Euro pro Vitrifikationsvorgang  und 150,- Euro für den ersten- und jeden folgenden 6 Monatszeitraum.

Gesamtkosten

Somit belaufen sich die Gesamtkosten pro Zyklus auf 3.500,- bis 4500,- Euro.

Alle Preise verstehen sich zzgl. der geltenden Mehrwertsteuer. Bei Veränderung der Sekundärkosten (zum Beispiel Sachkosten, Verbrauchsmaterialien, gesetzliche Vorschriften) kann sich der vorgegebene Betrag verändern.

Anmerkung

Sie sollten mehrere Behandlungszyklen einplanen, da in einem Zyklus keinesfalls 30 Eizellen gewonnen werden können. Sie sollten mit 2-4 Zyklen rechnen.