Neues Gesetz gibt Kindern und Spendern mehr Sicherheit

Noch in dieser Legislaturperiode will der Deutsche Bundestag ein neues Gesetz verabschieden, welches ein zentrales Register für Spendersamenbehandlungen in Deutschland vorsieht.
Anlässlich der geplanten Einführung des Gesetzes zur Regelung des Rechtes auf eigene Abstammung, fand am 29.03.2017 im Deutschen Bundestag eine Expertenanhörung statt, an der u.a. auch Dr. Peet als einziger anwesender Leiter einer Samenbank teilnahm.
Es wurde über einige Eckpunkte des neuen Gesetzes beraten, wodurch es einige Verbesserungen erfahren dürfte.


Auszug aus der Stellungnahme der Berliner Samenbank zum Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drucksache 18/11291):

Stellungnahme der Berliner Samenbank GmbH als Entnahmeeinrichtung
zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung (Drucksache 18/11291)

Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen
Grundsätzlich begrüßt die Berliner Samenbank GmbH (BSB) den Gesetzesentwurf, der es Menschen, die durch heterologe Insemination im Rahmen einer ärztlich assistierten künstlichen Befruchtung entstanden sind, ermöglicht, beim zentralen Samenspenderregister des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) Kenntnis über ihre Abstammung erlangen zu können.
Insbesondere befürwortet die BSB, dass durch die Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) der Spender nicht als rechtlicher Vater in Anspruch genommen werden kann, sodass er von Sorge-, Unterhalts- und Erbansprüchen freigestellt ist, was u.a. der Aufrechterhaltung der Spendebereitschaft sowie der Kontaktaufnahme zwischen Spenderkind und Samenspender zuträglich ist.
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Dipl.Ing. med.Biotech./Laborleitung
Ann-Kathrin Hosenfeld

Geschäftsführer der Berliner Samenbank
Dr. med. David J. Peet

„Erfreulich ist außerdem, dass die Absicherung der Kenntnis der eigenen Abstammung auch für Kinder gelten wird, deren Eltern nicht dem „klassischen Elternmodel“ entsprechen. Behandlungen von lesbischen Paaren und auch von Singles dürfte nun mit Rechtssicherheit (für alle Beteiligten) möglich werden.“ Dr. Peet, 30.03.2017